Laufsport

Die ideale Brille für Jogger, Langstreckenläufer und Walker schützt vor Blendung und UV-Strahlung, vor Zugluft, Insekten und Staub. Geeignete Modelle haben große, gebogene Gläser, die bis zu den Augenbrauen und ein Stück um den Kopf
herum reichen.
Gute Sportbrillen sind auch bei schweißtreibender Aktivität beschlagfrei. Dafür sorgen ausgefeilte Belüftungssysteme. Diese funktionieren aber nur ab einer gewissen Minimalgeschwindigkeit.
Sollte die Brille an einer roten Ampel beschlagen, ist dies kein Anzeichen für schlechte Qualität – solange sie nach wenigen flotten Schritten wieder frei wird!

Wichtig:
Normale Brillen steigern die Verletzungsgefahr. Auch „auf sportiv gemachte“ Billigbrillen haben oft nicht die gewünschten Materialeigenschaften und bergen erhöhtes Verletzungsrisiko. Finger weg!


Wandern und Bergsteigen

Im Gebirge ist die Intensität der für die Augen schädlichen UV-Strahlen besonders hoch. Die Brille muss allerbesten Schutz bieten. Fürs Bergwandern sind Gläser der Blendschutzkategorie 3 empfehlenswert, im Hochgebirge ist die Blendschutzkategorie
4 erste Wahl. Achten Sie auch auf Schutz vor seitlichem Licht: Breite Bügel, schildförmig gebogene Gläser oder seitlich angebrachte Ledereinsätze funktionieren gleichermaßen gut.


Radsport und Inlineskaten

Tränende Augen sind ein Sicherheitsrisiko! Beim Radeln und Inlineskaten muss eine Sportbrille Luftzug, Insekten und aufgewirbelte Steinchen vom Auge fernhalten. Das gilt insbesondere für Kontaktlinsenträger. Deshalb schließt eine geeignete Sportbrille an der Nase dicht ab und hat ein etwas weniger stark ausgeprägtes Lüftungssystem als eine Laufbrille. Blend- und UV-Schutz sind Basisanforderungen an gute Radsportbrillen!

Tipp: Die Brille darf unter dem Fahrradhelm nicht drücken. Zur Anprobe einer Radsportbrille also den Helm mitbringen, zur Anprobe des neuen Helms die Brille!


... am Wasser

Wasseroberflächen reflektieren das Licht – und damit auch die für das Auge schädliche UVStrahlung.
Bester UV-Schutz ist gefordert. Segeln, Surfen, Kiten, Rudern, Kajaken
Die Sonnenbrille schützt Wassersportler vor Blendung. Polarisierende Brillengläser mit spezieller Filterwirkung und kontraststeigernde Tönungen sorgen für noch besseren Durchblick am Wasser.
Achten Sie auf guten Sitz der Brille und ein zusätzliches Sicherungsband – selbst beim Schleudersturz vom Surfbrett darf die Brille nicht verloren gehen.


Schwimmen

Eine Schwimmbrille schützt die Augen vor Bakterien, Chlor und Salzwasser. Wichtig sind guter Sitz und der wasserdichte Abschluss der Augen. Fehlsichtige Schwimmer, die mit Kontaktlinsen ihre Bahnen ziehen, sollten besonders auf die Wasserdichtigkeit der Schwimmbrille achten.
Daneben gibt es eine Reihe von Schwimmbrillen, bei denen die Korrekturfunktion bereits ins Glas eingearbeitet ist. Diese Fertigschwimmbrillen haben keine individuelle optische Zentrierung, werden von vielen Kurzsichtigen dennoch gern getragen. Manche Menschen berichten allerdings über ein Schwindelgefühl. Deshalb sollten Sie diese Modelle erst im flachen Wasser ausgiebig auf ihre Verträglichkeit testen, ehe Sie sich ins tiefe Wasser wagen.


... für Kinder

Für die Kindersportbrille gelten die selben allgemeinen Anforderungen wie für Erwachsenensportbrillen: Bruchfestigkeit von Fassung und Gläsern, Passgenauigkeit, Entspiegelung und geringes Gewicht. Zusätzlich sollte die Brille Polster aus Silikon oder anderen hautverträglichen
Materialien an Nase, Schläfen und Ohren haben und gut unter den Fahrradhelm passen.
Nehmen Sie den Helm zur Brillenanprobe mit!

Tipp für Seepferdchen-Anwärter: Mit Schwimmbrille werden die Augen gar nicht rot - und Brennen ist auch
ausgeschlossen! Wichtig ist, dass Ihr Kind seine Sportbrille mag. Lassen Sie Ihr Kind deshalb die Brille mit aussuchen.
Achten Sie auch darauf, dass die Kindersportbrille gut passt. Ihr Nachwuchs wächst regelmäßig aus seiner Kleidung – und das gilt auch für die Brille. Ihr Augenoptiker berät Sie nicht nur in technischen Belangen, sondern hat auch Antworten parat, damit die Kinderbrille nicht zu sehr ins Geld geht.
Kinderaugen brauchen UV-Schutz! Kinderaugen sind klarer und lichtdurchlässiger als die von Erwachsenen. Die UV-Absorption der Augenlinse, die für einen natürlichen Eigenschutz sorgt, entwickelt sich erst mit dem Wachstum.
Dadurch gelangen mehr gefährliche UV-Strahlen in Kinderaugen. Bleibende Schäden an Hornhaut, Netzhaut und Augenlinse können die Folge sein. Gönnen Sie den Augen Ihrer Kinder nur hochwertige Gläser mit einem guten UV-Filter.


Blendschutz

Renommierte Hersteller haben den Blendschutz in Kategorien unterteilt und Gläser für bestimmte Lichtverhältnisse konzipiert. Die jeweilige Kategorie findet sich an der Innenseite der Bügel:

  • Kategorie 0: 0 bis 20 % Lichtabsorption, sehr heller Filter, für leichten Lichtschutz oder für abends
  • Kategorie 1: 20 bis 57 % Lichtabsorption, heller bis mittlerer Filter, gut geeignet für bedeckte Tage und die Stadt
  • Kategorie 2: 57 bis 82 % Lichtabsorption, dunkler Universalfilter, besonders geeignet für den Sommer, eigentlich der perfekte Blendschutz für unsere Breitengrade
  • Kategorie 3: 82 bis 92 % Lichtabsorption, sehr dunkler Filter, gut geeignet für südliche Gefilde, helle Wasserflächen, den Strand und die Berge, zum Autofahren nur eingeschränkt geeignet!
  • Kategorie 4: 92 bis 97 % Lichtabsorption, extrem dunkler Filter, geeignet für Hochgebirge und Gletscher, für den Straßenverkehr zu dunkel!